Auflösung
Januar 27th, 2012
Wie voraus gesehen, konnte niemand das Geheimnis um die mysteriöse Kugel im letzten Beitrag lüften.
Hier die Auflösung.

Wie voraus gesehen, konnte niemand das Geheimnis um die mysteriöse Kugel im letzten Beitrag lüften.
Hier die Auflösung.
Tommys ganzer Stolz ist unsere AV-Anlage, die er aus mehreren Einzelkomponenten zusammengestellt hat:
links neben dem Fernseher:
rechts vom Bildschirm:
Auf dem rechten Tisch befindet sich die TK-Anlage mit einer mysteriösen kleinen Kugel davor… .
Wofür könnte die wohl sein?
…werfen ihre Schatten voraus.

Jetzt sind fast alle Einladungen verschickt und es geht an die Planung der Geburtstagsfeier. Es sind zwar noch 4 Wochen, aber die sind schnell vorbei.
Bei der Gestaltung der Einladungskarte habe ich mich von den Erinnerungen an meine Kindheit in den 1960er Jahren leiten lassen: Dazu gehörte z.B. “Margonwasser” eine Zitronenlimonade oder Mineralwasser mit Himbeersirup, das es bei meinen Großeltern gab.
Die Fernsehstars aller Kinder in der DDR waren das Sandmännchen und Pittiplatsch der Liebe. Mein Lieblingsspielzeug war ein elektrischer Gapelstapler und ein Optikbaukasten, der von der Firma Haufe hergestellt wurde, in der meine Mutter im Büro arbeitete.
Meine Lieblingslektüre war das erste Comic der DDR das “Mosaik” mit den Abenteuern der Digedags. Da das monatlich erscheinende Heft, wie so vieles in der DDR, nur unter dem Ladentisch zu bekommen war, hatte ich Glück, dass mein Vater Monat für Monat immer am Erscheinungstag am Zeitungskiosk war und die nette Verkäuferin ihn mittlerweile kannte. Im Laufe der Jahre hatte ich eine kleine Sammlung zusammen. Später “erbte” ich dann von einem Cousin die mir noch fehlenden Ausgaben, sogar die Nummer 1., die inzwischen mehrere Hundert Euro wert sein soll.
Heute besitzt fast jedes Kind einen MP3-Player. Ich habe mir für das Geld, das ich zur Jugendweihe geschenkt bekam, einen “Kassettenrecorder Minett” für stolze 500 Mark gekauft. Die ersten Kassetten, die ich damit gehört habe, waren die Beatles und Johnny Cash. Das Beste war, dass man damit Musik des “Klassenfeindes” aufnehmen konnte, auf Mittelwelle und in sehr schlechter Qualität, aber das war egal. Der Renner unter uns Jugendlichen war z.B. Frank Zander mit dem “Ur-Ur-Enkel von Frankenstein” und “Oh Susi”…
Morgen beginnt die Eurovisions-Castingshow «Unser Star für Baku», mit der ARD und ProSieben gemeinsam den deutschen Grand-Prix-Teilnehmer suchen.
Nachdem im Vorjahr das aserbaidschanische Duo Ell & Nikki den Wettbewerb in Düsseldorf gewonnen hatte, findet der ESC im Mai in Baku statt.
In den letzten Jahren haben wir immer sehr gern den ESC im Fernsehen angeschaut, da das Niveau der Veranstaltung, sowohl Gesang, Musik und vor allem Show, unserer Meinung nach sehr gestiegen ist. Vor allem gefiel uns die Idee, dass Millionen Menschen aus so unterschiedlichen europäischen Ländern sich durch die gemeinsame Sprache der Musik verbunden fühlen und gemeinsam feiern. Ein Höhepunkt für die deutschen Fans war sicher der Sieg von Lena 2010 und der ESC 2011 in Düsseldorf.
Leider will in diesem Jahr bei uns keine richtige ESC-Stimmung aufkommen und wir werden auch weder den Vorentscheid noch die Veranstaltung in Baku im Fernsehen verfolgen, da wir der Meinung sind, dass ein Staat, wie Aserbaidschan kein Ort für eine sorglose Feier sein kann.
Der Menschenrechtsexperte der Bundestagsfraktion der Grünen Volker Beck spricht von
…einer Diktatur, in der Oppositionelle und kritische Journalisten gnadenlos verfolgt werden und etwa Homosexuelle schwere Diskriminierungen erleiden.
Sogar das Auswärtige Amt kommt nicht umhin, auf seiner Webseite darauf hinzuweisen:
Die mangelnde Umsetzung von Vorgaben des Europarates, insbesondere hinsichtlich der Medienfreiheit, gibt nach wie vor Anlass zur Kritik.
…Insbesondere die starken Einschränkungen von Medien- und Versammlungsfreiheit in Aserbaidschan beeinträchtigen die demokratische Chancengleichheit.
Auch Menschenrechtsorganisationen wie Amnesty International und Reporter ohne Grenzen hatten zuletzt wiederholt auf Freiheitsbeschränkungen in Aserbaidschan hingewiesen.
Bundestagsresolution zu Aserbaidschan
Grüne: Baku falscher Ort für ESC
Leider begann für uns zwei das neue Jahr mit einem Arztbesuch. Da wir im Dezember umgezogen waren und wir uns gesundheitlich nicht in der Lage fühlten, erst durch die halbe Stadt zu unseren ehemaligen Hausärzten zu fahren, entschieden wir uns für eine Ärztin in der Nähe.
Als wir gegen 07.30 Uhr in der Praxis ankamen, stand bereits eine große Schlange wartender Patienten davor, in die wir uns einreihten. Als wir schließlich an der Reihe waren, um uns anzumelden, wies uns die Arzthelferin freundlich aber unmissverständlich darauf hin, dass wir auf der falschen Straße wohnen würden und sie uns aus Kapazitätsgründen nicht aufnehmen könne.
Erst nach Aufbietung aller Überredungskünste unsererseits erhielten wir dann doch eine Notfallbehandlung. Beim nächsten Mal müssen wir uns aber einen anderen Arzt suchen und die Zuzahlung wird dann auch noch einmal fällig.
Fazit: Die “freie Arztwahl” ist zwar im Sozialgesetzbuch 5§76 festgeschrieben, aber Papier ist geduldig und die Wirklichkeit sieht wie so oft ganz anders aus. Es soll sogar Arztpraxen geben, die überhaupt keine neuen (Kassen-) Patienten mehr annehmen.

Silvester haben wir in unserem schönen neuen Heim verbracht. Leider sind wir beide krank und so konnte bei Kamillentee und Zwieback keine rechte Feierlaune aufkommen.
In diesem Zusammenhang bekommt der Spruch: “Wir wünschen Euch und uns ein gesundes neues Jahr!” eine besondere Bedeutung.
Nun sind die Weihnachtsfeiertage auch schon wieder vorbei, viel zu schnell, wie wir finden. Lutz hatte in diesem Jahr keinen Dienst, sodass wir sie richtig geniessen konnten.
Am Heiligabend haben wir traditionell bei unseren Freunden und unserem Patenkind gefeiert. Zunächst ging es sehr harmonisch und besinnlich zu. Auf dem Tisch spendete der wohl “längste Tischleuchter am Stück” warmes Licht. Zu essen gab es Kartoffelsalat und echte “Kamenzer Würstchen“, da unsere Gastgeber aus der Lausitz stammen.
Zur Bescherung gaben Leo und Tilli ein Ständchen für den Weihnachtsmann, der sehr spät kam, weil er im Stau stand.
Nachdem die Kinder voller Ungeduld ihre Geschenke ausgepackt hatten (Tilli u.a. eine riesige Skibrille) war es mit der Ruhe vorbei, denn Leo bekam eine E-Gitarre geschenkt…
Der Film ist uns schon bei der Berlinale aufgefallen: “Romeos- anders als du denkst!”. Er handelt von Lukas (Rick Okon), der gerade sein Coming Out hinter sich gebracht hat und nun als Zivi in nach Köln kommt und sich in den Macho Fabio (Maximilian Befort) verliebt. Aber Lukas ist transsexuell…
Wir würden ihn uns sehr gern im Kino ansehen, aber wie so oft wird ein Film mit dieser Thematik leider in keinem Dresdner Kino gezeigt. Vielleicht liegt es auch daran, dass die beantragte Altersfreigabe P12 von der FSK abgelehnt wurde und der Film erst ab 16 frei gegeben wurde.
Nach Protesten, unter anderem von Volker Beck und des LSVD, hat sich die FSK für “diskriminierende Formulierungen” in ihrer ursprünglichen Begründung der Altersfreigabe des Films “Romeos” entschuldigt und eine weniger homophobe Fassung herausgegeben.
via: queer.de